Donnerstag, 23. März 2017
Wie lassen sich globale Herausforderungen lösen? Die EU und die Agenda 2030
Die Europa-Union Hamburg und der europe direct Info-Point Europa luden am 20. April 2017 zusammen mit der Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e. V., der Katholischen Akademie und dem Eine-Welt Netzwerk zur Podiumsdiskussion zum aktuellen Thema "Die EU und die Agenda 2030" ein. Rund 70 Interessierte nahmen an dieser Veranstaltung im Panoramasaal der Katholischen Akademie teil.

Wie lassen sich globale Herausforderungen lösen?

Nach einer kurzen Begrüßung von Sabine Steppat, Landesvorsitzende der Europa-Union Hamburg, führte Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath kurz inhaltlich in die Thematik „Agenda 2030“ ein. Mit der „Agenda 2030“ schlägt die UN 17 Hauptziele vor, die einen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit zum Ziel haben.

Karsten Weitzenegger, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e.V. (SID), stellte klar, dass die 17 Ziele der Agenda 2030 zusammenhängen und als  „Plan der Menschheit für die Welt“ gesehen werden könnten. Er betonte dabei, dass für die Umsetzung der Ziele die Kooperation der einzelnen Akteure und das Engagement jedes Individuums essentiell seien.


Claudia Schwegmann, Vertreterin der Open Knowledge Foundation Germany, machte deutlich, dass die Geschlechtergleichheit ein zentrales Thema in Bezug auf die Umsetzung der Ziele sei. Sie stellte dabei klar, dass, die Geschlechtergleichheit trotz großer Fortschritte noch lange nicht in allen Lebensbereichen umgesetzt worden sei. Darüber hinaus sprach sie sich für mehr Transparenz und Beteiligung bei politischen Entscheidungen auf allen Ebenen aus.


Patrick Lobis, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, betonte die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit unter europäischen Staaten. Diese sollten mehr Verantwortung übernehmen und dadurch eine stärkere Rolle spielen. Die unterschiedlichen Positionen in der EU sieht Lobis dagegen als einen Vorteil, da einige europäische Staaten für manche Ziele der Agenda 2030 als Vorreiter gesehen werden könnten, wie etwa die Nordstaaten bei der Umsetzung der Geschlechtergleichheit.


Zum Abschluss stimmten alle drei Referenten überein, dass die Agenda 2030 einerseits eine große Herausforderung darstellt, andererseits  unsere einzige Alternative ist. Es sollten in der Zukunft weitere Wege zur Mobilisierung der Zivilbevölkerung gefunden und ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell geschaffen werden, in welchem Wachstum unabhängig vom Bruttoinlandsprodukt gefördert wird, Preise die „Wahrheit sagen“ und mehr Transparenz bezüglich Produkte und Produktion garantiert werden.


Anschließend brachten sich die Teilnehmer_innen  aktiv durch interessierte Nachfragen in die Diskussionsrunde ein.


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