Dienstag, 03. Juli 2018
Should I stay or should I go? Die sozialen Auswirkungen des Brexit
Zweite Halbzeit beim britischen Austrittsprozess: es ist über ein Jahr her, dass das Vereinigte Königreich sein Austrittsgesuch als Mitglied der Europäischen Union formal beim Europäischen Rat eingereicht hat. Damit bleibt weniger als die Hälfte der vorgesehenen ‚Spielzeit‘ und der Brexit wird Realität.   In vielen Diskussionen rund um den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der europäischen Gemeinschaft dürften wirtschaftliche und juristische Fragen großen Raum einnehmen. Aber auch vielleicht weniger quantitativ erfassbare Folgen, die gesellschaftlichen Dimensionen des Brexits, sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Deshalb freuen sich die Europa-Union Hamburg e. V. und Öffnet externen Link in neuem FensterSave Democracy e. V. sehr, Sie heute einladen zu können zu unserer Fishbowl-Diskussion

„Should I stay or should I go? Die sozialen Auswirkungen des Brexit“

am Mittwoch, den 22. August 2018, 19.00 Uhr im betasalon des betahauses Hamburg, Haus 73 im 1. OG, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg.


In unserer Runde soll es darum gehen, was diese Scheidung nach 45 Jahren Gemeinsamkeit vor allem mit ihren Kindern macht, den Unionsbürgern, die die Freizügigkeit des Binnenmarktes genutzt haben, um in Großbritannien vice versa den anderen 27 Mitgliedsstaaten zu arbeiten, zu studieren, zu reisen, zu leben. Werden UK-Bürger auf dem Kontinent bleiben und werden sich Europäer einmal mehr überlegen, ob die Insel für einen Auslandsaufenthalt noch in Frage kommt? Wie ist die Stimmung und was denkt die junge Bevölkerung auf beiden Seiten über die Nachwirkungen des Trennungsprozesses? 

Mit unseren Expats und dem freien Platz möchten wir die Möglichkeit geben, einen Einblick in die Gefühlswelt der ‚Scheidungskinder‘ zu gewähren. Nicht zuletzt dürften es schließlich auch individuelle Empfindungen gewesen sein, die im Juni 2016 ausschlaggebend für den Ausgang des Referendums waren.


Wolfgang Wopperer-Beholz möchte sich keine Grenzen setzen lassen, weder auf beruflicher Ebene noch bei der Wahl des Wohnortes. Den „gelernten Philosophen“, der sich als „ungelernter Unternehmer“ in die Selbstständigkeit begeben hat und mit Startups, Acceleratoren, etablierte Unternehmen und Hochschulen Businessstrategien entwickelt und der sich ganz nebenbei noch für die Erhaltung demokratischer Werte einsetzt, zieht es trotz Austritt der Briten ins swinging London, städtisches Synonym für Weltbürgertum und Diversität. 

Jon Worth hingegen ist den Weg andersrum gegangen und hat als gebürtiger Brite sein Zuhause schon länger in Deutschland (und anderswo auf dem Festland) verortet. Als politischer Blogger, aber auch in seinem Beruf als selbstständiger Berater, erklärt er, wie die EU funktioniert und arbeitet. Seine fachkundige Sicht auf Brüssel und die Vereinigten Königreiche hat ihn zu einem begehrten Experten zu europäischen Fragestellungen im Allgemeinen und Brexit im Besonderen werden lassen. 

Durch den Abend wird Louise Brown führen, bereits seit dem Kindesalter emigrierte Britin, die sich in ihrer Karriere als Journalistin vor allem auch immer mit dem deutsch-britischen bzw. seit einigen Jahren mit dem hamburgisch-britischen Verhältnis beschäftigt hat, das seit dem Brexit-Beschluss eine neue Gewichtung bekommen haben dürfte.


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