Begegnung mit Boualem Sansal (Europa lesen. Hamburger Autorengespräche)

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Institut français, dem Literaturzentrum Hamburg und dem Merlin Verlag

© Francois Guillot/​Getty Images

Boualem Sansal, geboren 1949 in Algerien, ist 1999 hervorgetreten mit seinem ersten Roman, „Le serment des barbares“ (deutsch: „Der Schwur der Barbaren“ Merlin 2003), dann mit „Le village de l’Allemand“ (2008, dt. „Das Dorf des Deutschen“ Merlin 2010), in dem er von einem ehemaligen SS-Mann erzählt, der sich in Algerien zurückgezogen hat. In „2084: Das Ende der Welt“ (Merlin 2016) beschreibt er eine totalitäre Welt, die stark an das erinnert, was dem radikalen Islamismus vorschwebt. Es wurde mit dem Grand Prix du roman de l’Académie française ausgezeichnet.

"Le train d´Erlingen ou La métamorphose de Dieu" (Der Zug nach Erlingen, Merlin 2019) ist der letzte Teil einer Triologie, in der sich der Autor mit dem Thema Islamismus auseinanersetzt. Zwei sehr unterschiedliche Frauen erkennen die Gefahr, die vom Zerfall der Demokratie und vom religiösen Extremismus ausgehen. Sie beginnen, sich zu wehren...

Boualem Sansal gehört zu den wichtigsten Autoren der arabischen Welt. Sein Engagement für den friedlichen Diskurs der Kulturen wurde 2011 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels geehrt. Er setzt sich als aufgeklärter Weltbürger mit der Situation in der westlichen, wie der arabischen Welt auseinander und lebt weiterhin in Algerien. Sansal war bereits 2016 in Thüringen, bei den Literaturtagen auf Burg Ranis. Wir freuen uns, ihn in Hamburg erneut als Gast zu haben:

 

23. April 2020 | 19:00 Uhr
Institut français Hamburg | Heimhuder Straße 55 | 20148 Hamburg

Anmeldung: sophie.udave(at)institutfrancais.de | Eintritt: 5€ (nur Abendkasse)

 

Veranstaltung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung

Moderation: Julie Müller, Institut für Romanitik Universität Hamburg

Dolmetscherin: Svenja Huckle

Lesung der deutschen Texte: Patricia Paweletz

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