Von Lebensmittelsicherheit bis zu Fluggastrechten. Wie Europa seine Verbraucher schützt

Am 16. Oktober 2018 lud der Info-Point Europa Hamburg zusammen mit der Verbraucherzentrale Hamburg EU- und Verbraucherschutzinteressierte Bürger zu der Abendveranstaltung „Von Lebensmittelsicherheit bis zu Fluggastrechten. Wie Europa seine Verbraucher schützt“ in die Räume der Patriotischen Gesellschaft in Hamburg ein.

Foto: Info-Point Europa

Informationsveranstaltung zu den europäischen Verbraucherrechten in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Hamburg

Nach kurzen einführenden Worten in die breit aufgestellte Thematik des EU-Verbraucherschutzes der Moderatorin Simone Salden (Wirtschaftsredakteurin des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL), stellten die Referenten des Abends dem interessierten Teilnehmerkreis von ca. 20 Personen in jeweils drei kurzen Impulsreferaten Ihre Sicht der Dinge mit Blick auf den Verbraucherschutz in Europa und Deutschland dar. Mit dem Leiter der Verbraucherzentrale Hamburg, Herrn Michael Knobloch, dem für Verbraucherschutz zuständigen Senatsdirektor der Stadt Hamburg, Herrn Dr. Volker Kregel sowie dem Rechtsprofessor Professor Dr. Peter Rott von der Universität Kassel konnten die Veranstalter den Bürgerinnen und Bürgern ein äußerst breites Spektrum an geballter EU-Verbrauchschutzexpertise bieten.

Zum Auftakt schilderte Herr Knobloch in seinem Impulsreferat aus der praktischen Sicht eines Verbrauchschützers eine Vielzahl von europäischen Regelungen aus den letzten Jahren, wie beispielsweise die neuen Fluggastrechte oder die Abschaffung der EU-Roaming Gebühren, die das alltägliche Leben der Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich verbessert haben. Er kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass Europa durch die Europäische Kommission maßgeblich durch die europäische Gesetzgebung den Verbraucherschutz stärkt. 

Diese Sicht der Dinge konnte Herr Dr. Kregel aus der Warte eines regulierenden Verbraucherschützers mit den Worten „Die EU ist ein Wert an sich“ und „Europa ist Verbraucherschutz“ nur bestätigen. Dabei wies Herr Dr. Kregel eindrucksvoll mit praxisnahen Beispielen auf die sich positiv auswirkenden einheitlichen europäischen Standards im Bereich der Lebensmittelsicherheit hin.

Dieses allseits positive Bild des (europäischen) Verbraucherschutzes rundete Herr Professor Dr. Rott mit einer praxisnahen rechtlichen Einschätzung ab, wobei er insbesondere darauf hinwies, dass deutsche Verbraucherschutzbemühungen in der Vergangenheit eher dürftig waren und die EU gerade auch für den deutschen Verbraucher ein wichtiger Treiber und Innovator auf dem Gebiet des Verbraucherschutzes war und ist.

In der anschließenden von Frau Salden moderierten Podiumsdiskussion hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung die Möglichkeit, Ihre persönlichen Erfahrungen mit den Referenten zu teilen und den ein oder anderen wichtigen „Verbraucherkniff“ in Erfahrung zu bringen. Im Anschluss bot sich die Gelegenheit zusammen mit den Referenten in geselliger Runde bei einem Getränk noch tiefergehender in die Materie einzusteigen und sich hinsichtlich des Verbraucherschutzes auszutauschen.